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Mitgliederversammlung 2020

Mitgliederversammlung 2020 der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. entlastet Vorstand sowie Geschäftsführer und wählt Tanja Hoyer neu in den Vorstand.

Für Freitag, 23.10.2020 waren die rund 500 Mitglieder der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. satzungsgemäß zur ordentlichen Mitgliederversammlung geladen. Die Mitgliederversammlung musste wegen des im Mai geltenden Veranstaltungsverbotes auf den Oktobertermin verschoben werden. Ad hoc war die Versammlung dann zur Beachtung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln von der Geschäftsstelle der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. in die Turnhalle des gegenüberliegenden Königin-Olga-Stiftes verlegt werden. Die Schulleitung zeigte sich dankenswerterweise sehr hilfsbereit.

  

  

Nach der Begrüßung folgte das traditionelle Gedenken an alle verstorbenen HIV-Betroffenen sowie an alle Menschen, die der oder denen die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. verbunden war. Gäste waren nicht anwesend. Die Versammlungsleitung wurde Vorstandmitglied Jörg Hummer übertragen. Die Tagesordnung wurde wie mit der Einladung vorgeschlagen von der Versammlung angenommen.

Die Vorstandsmitglieder Laura Halding-Hoppenheit und Jörg Hummer konnten gemeinsam mit Geschäftsführer Franz Kibler über ein ereignisreiches Jahr 2019 berichten, das Höhen und Tiefen aufwies, aber sowohl fachlich als auch wirtschaftlich – mit einem positiven Vereinsergebnis – erfolgreich abgeschlossen wurde. Für das Jahr 2020 konnte auch ein ausgeglichener Haushalt prognostiziert werden. Die Mitglieder zeigten sich entsprechend beeindruckt von den bewältigten Aufgaben und brachten ihre Wertschätzung von Vorstand, Geschäftsführer sowie haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden auch zum Ausdruck. Dasselbe auch die beiden Rechnungsprüfer, Roland Baur und Harald Immer, die entsprechend auch die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführer empfahlen, die dann auch einstimmig erfolgte. Angesichts der Ereignisse seit März diesen Jahres, die auch die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. vor große Herausforderungen stellen, war der Bericht über das Jahr 2019, in gewisser Weise wie die Rückschau in eine vergangene – geradezu heile – Welt.

Bei den dann folgenden satzungsgemäßen Vorstandswahlen kandidierten Laura Halding-Hoppenheit und Jörg Hummer erneut. Als Dritte im Vorstand der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. wurde Tanja Hoyer vorgeschlagen. Sowohl Tanja Hoyer als auch Laura Halding-Hoppenheit und Jörg Hummer wurden mit überwältigenden Mehrheiten bei der geheimen Wahl gewählt. Anschließend wurden in offener Abstimmung sowohl Roland Baur als auch Harald Immer einstimmig als Rechnungsprüfer auch für das Geschäftsjahr 2020 wiedergewählt. Alle Genannten nahmen ihre Wahl auch an.

Vorstand und Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V.  

  Vorstand und Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V.

Geschäftsführer Franz Kibler zu den Herausforderungen des laufenden und des kommenden Jahres: „Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie fragil doch das Hilfesystem bei unseren Themen ist. Das Prostitutionsverbot der letzten Monate – das faktisch nicht umgesetzt wurde, aber zahlreiche Prostituierte der wirtschaftlichen Not und der Schutzlosigkeit ausgesetzt hat – hat gezeigt, wie schädlich Repression und Unterlassung einer fairen Regulierung der Prostitution sich auswirken. Entsprechend muss sich die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. noch stärker für eine faire Regulierung der Prostitution und damit dezidiert gegen ein Sexkaufverbot und die damit verbundene Freierbestrafung engagieren. Aufgabe ist das Selbstbestimmungsrecht und den Schutz der Prostituierten zu gewährleisten. Auch der Corona-bedingt anhaltende Wegfall staatlicher Beratungs- und Testkapazitäten zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen auch in Stuttgart, die bislang nur teilweise aufgefangen werden können, stellt die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. vor die Frage, wie die eigenen Kapazitäten hierzu weiter ausgebaut werden können, um eine nachhaltige Versorgung sicherzustellen. Wie prekär die Versorgung mit der HIV-Präexpositions-Prophylaxe (PrEP) in Stuttgart tatsächlich ist, hat sich gezeigt als in diesem Sommer eine der beiden Stuttgarter Arztpraxen, die die PrEP als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen verschreiben dürfen, die Verordnung der PrEP mehrere Monate ausgesetzt hat. Auch wenn im Jahr 2020 eine weitere Etappe auf dem Weg zu einem fairen Anteil der Förderung der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. aus den Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg für die AIDS-Hilfen erreicht werden konnte, gilt es dieses Thema mit anhaltendem Engagement weiter zu bearbeiten.“

Zum Abschluss wurde allen Engagierten, namentlich den Vorstandsmitgliedern und von diesen auch dem Geschäftsführer Franz Kibler, gedankt.

Bei Fragen steht gern zur Verfügung:

  • Franz Kibler, M.A. Sozial- und Verhaltenswissenschaften (Univ.), Geschäftsführer, AIDS-Hilfe Stuttgart e.V., Johannesstr. 19, 70176 Stuttgart, E-Mail: franz.kibler@aidshilfe-stuttgart.de, Tel.: 0711/22 46 9 – 27.