Ausdruck von www.aidshilfe-stuttgart.de am 19.06.2018:

HIV-Jugendprävention

Jugendliche Multiplikatoren in der HIV-Prävention.

Bei HIV-Präventionsveranstaltungen mit Jugendlichen, in Schulen, Jugendhäusern und anderen Jugendeinrichtungen, arbeitet die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. nach dem Konzept der Peer-Education: Bildung und Erziehung von Gleichaltrigen durch Gleichaltrige!

Mit hauptamtlichen Mitarbeitern erreicht die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. jährlich ca. 40 Schulklassen oder Jugendgruppen in Stuttgart und den umliegenden Landkreisen. Dadurch dass auch altersnahe Jugendliche Einsätze in Schulen und Jugendeinrichtungen übernehmen, kann sowohl die Zahl der Veranstaltungen – die bei weitem nicht den realen Bedarf abdeckt – als auch der Präventionseffekt erhöht werden.

Präventionsmaterialien  

  Präventionsmaterialien

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der HIV-Jugendprävention der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. sind Studierende der Hochschulen in und um Stuttgart. Sie erhalten eine spezielle Schulung zu Fragen der Sexualität und zu Risiken der HIV-Übertragung. Neben der Vermittlung von Sachinhalten erhalten sie zusätzliche Lehrkompetenzen in Form von unterschiedlichen Methoden der Sozialen Arbeit für die Präventionsarbeit.

Ausbildungsinhalte sind:

• Fachwissen zu HIV/AIDS
• Übungen, um über Inhalte der Sexualität zu reden
• Schutz der Intimsphäre von Gruppenmitgliedern
• Einsatz von Arbeitsmaterialien, Cartoons zu Lebenssituationen und (Nicht)- Übertragungsrisiken von HIV
• Einsatz von Arbeitsmaterialien, wie Kärtchen an denen Fragen aufgedeckt werden zu allgemeinen Themen der menschlichen Sexualität, HIV/AIDS, anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, Verhütung, Kondom- und Femidomgebrauch etc.

Das Konzept der HIV-Jugendprävention geht davon aus, dass jugendliche Lehrpersonen einen größeren Lehrerfolg erzielen können, da es häufig leichter fällt, Inhalte von Gleichaltrigen anzunehmen. Zumal so eine wesentlich stärkere Orientierung von Jugendlichen an ihrer eigenen Lebenswelt möglich ist. Diese “Multiplikatoren” definieren sich dabei weniger als leitende oder lenkende Lehrer, sondern eher als Lernbegleiter. So werden ein gleichgewichtetes Verhältnis und Gespräche auf Augenhöhe möglich.

Nur wenn die Jugendlichen offen über Wünsche, Vorlieben und Ängste sprechen können, haben die Präventionsbotschaften Erfolg. Daher wird in der Regel nach Geschlechtern getrennt gearbeitet.

Zur Finanzierung der HIV-Jugendprävention ist eine Honorierung bei Infoveranstaltungen und/oder Spenden erwünscht.

Die Veranstaltungen dauern ca. 1,5 bis 2 Stunden. Für geschlechtergetrennte Veranstaltungen werden zwei getrennte Räume benötigt. Eine Vorbereitung durch eine Lehrkraft ist nicht nötig. Die Veranstaltungen können für Jugendliche ab der 8. Klasse gebucht werden.

Weitere Informationen bei Interesse an einer Infoveranstaltung oder an einer Tätigkeit in der HIV-Jugendprävention erteilt gerne:

  • Caroline Maier, Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin (B.A.), AIDSHilfe Stuttgart e.V., Johannesstr. 19, 70176 Stuttgart, Präsenzzeit in der Beratungs und Geschäftsstelle der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V.: Dienstag 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr, E-Mail: caroline.maier@aidshilfe-stuttgart.de, Telefon: 0711/22 46 9-14.