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Herzlich willkommen bei der AIDS-Hilfe Stuttgart
Die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. engagiert sich als gemeinnütziger Verein im Bereich Prävention und Beratung zu HIV/AIDS und zur sexuellen Gesundheit sowie in der Betreuung und Unterstützung von Menschen, die mit HIV leben.
Mehr zur AIDS-Hilfe Stuttgart hier!
Alle bevorstehenden Veranstaltungen und Angebote sowie weitere aktuelle Informationen finden sich unter AKTUELLES
- Schnelltest-Aktionen – HIV, Syphilis und Hepatitis C (HCV)
- Abend fürs Ehrenamt
- weitere Veranstaltungen und Angebote
40 Jahre Solidarität. 40 Jahre Haltung. 40 Jahre AIDS-Hilfe Stuttgart
Mit unserer Mitgliederversammlung am 20.05.2026 konnten wir das Jubiläumsjahr „40 Jahre AIDS-Hilfe Stuttgart“ feierlich und erfolgreich abschließen. Vier Jahrzehnte Engagement, Unterstützung und gelebte Solidarität liegen hinter uns – ein Meilenstein, der gerade in finanziell herausfordernden Zeiten alles andere als selbstverständlich ist. Umso größer ist unsere Dankbarkeit gegenüber allen Menschen, die die AIDS-Hilfe Stuttgart in den vergangenen 40 Jahren getragen, begleitet und unterstützt haben.
Besonders passend fiel der Abschluss unseres Jubiläumsjahres in die Woche des Tags des Ehrenamts. Ein schöner Anlass, um sichtbar zu machen, wie viel aus ehrenamtlichem Engagement entstehen kann. Die AIDS-Hilfe Stuttgart wurde einst von engagierten Menschen gegründet, die Verantwortung übernommen haben – in einer Zeit, die von Unsicherheit, Angst und gesellschaftlicher Ausgrenzung geprägt war. Sie haben Solidarität nicht nur eingefordert, sondern aktiv gelebt: durch Beratung, Unterstützung, politische Haltung und das Schaffen von Schutz- und Begegnungsräumen für Menschen mit HIV und AIDS.
Was damals aus ehrenamtlicher Initiative entstand, hat sich über vier Jahrzehnte hinweg zu einer wichtigen Anlaufstelle für Prävention, Beratung, Begleitung und Community-Arbeit entwickelt. Die Geschichte der AIDS-Hilfe Stuttgart zeigt eindrucksvoll, was entstehen kann, wenn Menschen füreinander einstehen und sich langfristig engagieren.
Ein besonders emotionaler Moment der Mitgliederversammlung war deshalb die Ernennung unserer Gründungsmitglieder Wilfrid Winkler, Manfred Horch, Thomas Geyer und Jochen Pohlmann sowie von Ralf Bogen und Roland Baur zu Ehrenmitgliedern der AIDS-Hilfe Stuttgart. Mit ihrem Mut, ihrer Haltung und ihrem unermüdlichen Einsatz haben sie die Organisation in den schwierigen Anfangsjahren der AIDS-Krise aufgebaut und geprägt. Sie haben Verantwortung übernommen, wo andere weggeschaut haben, und Gemeinschaft geschaffen, wo Isolation und Stigmatisierung vorherrschten.
Viele Menschen fanden durch dieses Engagement Schutz, Halt und Unterstützung – und oft auch Hoffnung in einer schwierigen Lebenssituation. Für diesen außergewöhnlichen Einsatz und ihre jahrzehntelange Verbundenheit möchten wir von Herzen Danke sagen.
Doch unser Jubiläum ist nicht nur ein Anlass, zurückzublicken, sondern auch nach vorne zu schauen. Die Herausforderungen verändern sich, doch unsere Aufgaben bleiben wichtig: Prävention, Vielfalt, Teilhabe, sexuelle Gesundheit, Community-Arbeit und der konsequente Einsatz gegen Diskriminierung und Stigmatisierung stehen weiterhin im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Gemeinsam mit unseren haupt- und ehrenamtlich Engagierten entwickeln wir die AIDS-Hilfe Stuttgart kontinuierlich weiter – modern, solidarisch und zukunftssicher. Dabei bleibt unser Ziel dasselbe wie vor 40 Jahren: Menschen zu stärken, Räume für Begegnung zu schaffen und Solidarität sichtbar zu leben.
Unser herzlicher Dank gilt allen Mitgliedern, Ehrenamtlichen, Mitarbeitenden, Unterstützer:innen und Wegbegleiter:innen, die dieses Jubiläumsjahr möglich gemacht haben und die AIDS-Hilfe Stuttgart seit vielen Jahren begleiten. Danke für euer Vertrauen, eure Unterstützung und euren Einsatz. Gemeinsam gehen wir weiter – solidarisch, vielfältig und mit Haltung.
Erinnerungen an die AIDS-Krise der 80er/90er Jahre am Beispiel der AIDS-Hilfe Stuttgart
Wir danken dem Internetprojekt “Der-Liebe-wegen.org” für das zur Verfügung stellen der folgenden Beiträge.
„Lachen. Trauern. Kämpfen. Feiern. 40 Jahre Geschichte(n) der AIDS-Hilfe Stuttgart“ – ein Kurzfilm von Ralf Bogen und Lars Lindauer aus der AG Queere Erinnerungskultur „Der-Liebe-wegen“ des Weissenburg e.V.
Er zeigt Originalaufnahmen aus den 80er- und 90er-Jahren und vermittelt persönliche Einblicke in eine Zeit ohne wirksame HIV-Medikamente – eine Zeit, in der im Großraum Stuttgart über 600 Menschen an den Folgen von Aids starben.
Vom Ende der Verfolgung zur Aidskrise der 80er/90er Jahre
Zum 40-jährigen Jubiläum der AIDS-Hilfe Stuttgart baten uns die heutigen Aktiven, von unseren Erfahrungen aus den frühen Jahren der Aidskrise zu berichten. Diese Einladung hat vieles in uns wachgerufen – Erinnerungen, die weit zurückliegen und doch bis heute nachklingen.
Wir haben auf unserer Webseite der-liebe-wegen.org die Rubrik „Aidskrise der 80er/90er Jahre“ daraufhin eingerichtet. Neben unserem Kurzfilm „Lachen. Trauern. Kämpfen. Feiern. – 40 Jahre Geschichte(n) der AIDS-Hilfe Stuttgart“ finden sich hier auch Wilfried Winklers Beitrag „Das war es wert“ – ein eindringlicher Rückblick eines prägenden (Mit-)Gründers der AIDS-Hilfe Stuttgart auf die frühen Jahre der Aids-Krise. Wilfried engagierte sich zwischen 1984 und 1989 sowie 1992/93 im Vorstand, war später hauptamtlicher Koordinator bzw. Geschäftsführer und wurde 1987 erster Landesvorsitzender der Aids-Hilfe Baden-Württemberg. Zum ersten eingetragenen Vorstand gehörten außerdem Leelja Frost, Manfred Horch, Thomas Geyer und Jochen Pohlmann – Menschen, die damals Beruf und Studium weitgehend zurückstellten. Ihnen gilt unser tiefer Dank.
Blicken wir auf die 1980er und frühen 1990er Jahre zurück, wird spürbar, wie eng persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Umbrüche miteinander verflochten waren.
Mit der Aufhebung der NS-Fassung des § 175 im Jahr 1969 (Sex zwischen Männern, die 21 Jahre oder älter sind, wurden ab diesem Zeitpunkt staatlicherseits nicht mehr verfolgt) keimte vorsichtig Hoffnung auf. Doch die Aidskrise erschütterte bald diese neu gewonnene Freiheit. Angst und Krankheit bedrohten das Leben, verstärkt durch die verletzende Vorstellung, Aids sei eine ‚Strafe Gottes‘.
Gleichzeitig rückten Menschen in dieser Zeit um die Aids-Hilfen enger zusammen – in Stuttgart genauso wie anderswo: Partnerinnen, Freundinnen, Familienangehörige, Ärztinnen und Aktivistinnen bildeten Netzwerke, begleiteten Erkrankte und setzten sich für Würde, medizinische Forschung, Versorgung und gesellschaftliche Anerkennung ein. Aus Trauer erwuchs Kraft, die half, die Verstorbenen in Liebe und Dankbarkeit zu erinnern und Lebensfreude zurückzugewinnen.
Angesichts der gefährlichen Rechtsentwicklung der letzten Jahre und zunehmender Anfeindungen auf Anti-CSD-Demos spüren viele von uns erneut, wie unverzichtbar Zusammenhalt ist. Für die AIDS-Hilfe Stuttgart wünsche ich mir, dass sie auch künftig eine starke, positive Rolle einnimmt – besonders dann, wenn Projekte wie das Regenbogenhaus unter Druck geraten und Menschen wie beispielsweise queere Geflüchtete besonderen Schutz und Unterstützung brauchen.
Auf dass wir weiterhin gemeinsam lachen, trauern, kämpfen, feiern – ja gut, sicher und angstfrei LEBEN können.
Ralf Bogen im November 2025
Schnelltest nach Terminvereinbarung – HIV, Syphilis und Hepatitis C (HCV) – jetzt jeden Donnerstagnachmittag
Jetzt individuellen Termin für einen Schnelltest auf HIV und Syphilis und/oder Hepatitis C (HCV) vereinbaren.
Termine sind donnerstagnachmittags von 14 Uhr bis 17 Uhr möglich.
Tel.: 0711/22 46 9-0
Bitte beachten: Ein Schnelltest ist nur mit vorheriger Terminvereinbarung möglich!
Außerdem wichtig: Zwischen einem möglichen Risikokontakt und dem Schnelltest sollten mindestens zwölf Wochen liegen! Sind es weniger als zwölf Wochen, ist das Ergebnis nur bedingt aussagekräftig.
Der Schnelltest wird gegen Spende und anonym angeboten.
Er erfolgt mit qualifizierter Beratung vorab. Das Ergebnis liegt bereits innerhalb weniger Minuten vor.
Angeboten wird ein Kombi-Schnelltest auf HIV und Syphilis sowie ein separater HCV-Schnelltest.
Weitere Informationen zum Testangebot der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. finden sich hier.
Die Testangebote anderer baden-württembergischer AIDS-Hilfen finden sich unter: www.checkpoint-bw.de

Sobald ein Schnelltest-Termin vereinbart wurde, kann der Online-Fragebogen hier ausgefüllt werden.
Dieser wird zur Testdurchführung benötigt. Den angezeigten Code bitte unbedingt merken und beim Termin nennen!
Alternativ kann der Fragebogen auch vor Ort ausgefüllt werden.
Appointment for a rapid test for HIV, Syphilis and Hepatitis C – Now every Thursday afternoon
Make an individual appointment for a rapid test for HIV and syphilis and/or hepatitis C (HCV).
Appointments are available on Thursday afternoons from 2 p.m. to 5 p.m.
Phone.: 0711/22 46 9-0
Please note: A rapid test is only possible with an appointment!
Also important: There should be at least twelve weeks between a possible risk contact (e.g. unprotected sex) and the rapid test! If it is less than twelve weeks, the result is only of limited reliability.
The rapid test is offered anonymously and on a donation basis.
It is carried out with qualified advice in advance. The result is available within a few minutes.
We offer a combined rapid test for HIV and syphilis as well as a separate HCV rapid test.
As soon as a rapid test appointment has been made, the online questionnaire can be filled out here.
Filling out the questionnaire is necessary for the testing process. The language can be selected using the drop-down menu.
Please save the displayed code and bring it with you to the appointment!
Alternatively, the questionnaire can also be completed on arrival.
Spenden
Die AIDS-Hilfe Stuttgart finanziert sich unter anderem über Spenden.
Über folgenden Link kann einfach und schnell per PayPal gespendet werden:
www.paypal.me/aidshilfestuttgart
Für eine Online-Spende über www.spendenportal.de einfach auf untenstehenden Button klicken.
Weitere Informationen zu Spendenmöglichkeiten finden sich zudem hier.
Wir freuen uns über jede Spende! Vielen Dank!
Die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. wird gefördert durch die Landeshauptstadt Stuttgart und vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.

