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UJu - Unverklemmte Jugendliche

Jugendliche Multiplikatoren in der HIV-Prävention.

Für Präventionsveranstaltungen mit Jugendlichen, in Schulen und anderen Jugendeinrichtungen, hat sich die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. ein besonderes Konzept der Peer-Education (Bildung und Erziehung von Gleichaltrigen durch Gleichaltrige) einfallen lassen – die so genannten „Unverklemmten Jugendlichen“ (UJus).

Mit hauptamtlichen Mitarbeitern erreicht die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. jährlich ca. 30 bis 40 Schulklassen oder Jugendgruppen in Stuttgart und den umliegenden Landkreisen. Dadurch dass auch altersnahe Jugendliche Einsätze in Schulen und Jugendeinrichtungen übernehmen, kann sowohl die Zahl der Veranstaltungen – die bei weitem nicht den realen Bedarf abdeckt – als auch der Präventionseffekt erhöht werden.

  

  

UJus der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. sind Studierende der Hochschulen in und um Stuttgart. Sie erhalten eine spezielle Schulung zu Fragen der Sexualität und zu Risiken der HIV-Übertragung. Neben der Vermittlung von Sachinhalten erhalten sie zusätzliche Lehrkompetenzen in Form von unterschiedlichen Methoden der Sozialen Arbeit.

Ausbildungsinhalte sind:

• Fachwissen zu HIV/AIDS,
• Übungen, um über Inhalte der Sexualität zu reden,
• Schutz der Intimsphäre von Gruppenmitgliedern,
• Einsatz von Arbeitsmaterialien, Cartoons zu Lebenssituationen und (Nicht)-Übertragungsrisiken von HIV,
• Einsatz von Arbeitsmaterialien, Kärtchen an denen Fragen aufgedeckt werden zu allgemeinen Themen der menschlichen Sexualität, HIV/AIDS, anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, Verhütung, Kondomgebrauch.

Das Konzept für die UJus geht davon aus, dass jugendliche Lehrpersonen einen größeren Lehrerfolg erzielen können, da es häufig leichter fällt, Inhalte von Gleichaltrigen anzunehmen. Zumal so eine wesentlich stärkere Orientierung von Jugendlichen an ihrer eigenen Lebenswelt möglich ist. Diese “Multiplikatoren” definieren sich dabei weniger als leitende oder lenkende Lehrer, sondern eher als Lernbegleiter. So werden ein gleichgewichtetes Verhältnis und Gespräche auf Augenhöhe möglich.

Nur wenn die Jugendlichen offen über Wünsche, Vorlieben und Ängste sprechen können, haben die Präventionsbotschaften Erfolg. Daher wird meistens nach Geschlechtern getrennt gearbeitet.

Zur Finanzierung des UJu-Projekts sind eine Honorierung bei Infoveranstaltungen und/oder Spenden erwünscht.

Für die Mädchen- und die Jungengruppe sollten bei einer UJu-Veranstaltung zwei getrennte Räume zur Verfügung stehen.

Den Flyer mit ausführlichen Informationen zu den “Unverklemmten Jugendlichen” der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. gibt es hier im pdf-Format zum Download! [ca. 338 KB]

Weitere Informationen bei Interesse an einer Infoveranstaltung oder an einer Tätigkeit als UJu erteilt:

  • Alfons Stetter, Dipl.- Theologe, AIDS-Hilfe Stuttgart e.V., Präsenzzeit in der Geschäftsstelle: Donnerstag 14.00 Uhr – 16.00 Uhr, E-Mail: alfons.stetter@aidshilfe-stuttgart.de, Telefon: 0711/22 46 9-14.